Alpujarrras in der Sierra Nevada, ein Traum in den Bergen und kleine weisse Dörfer

Heute wieder, Frühstück beim Bäcker, weil lecker. Dann um 09:00 Uhr los entlang der Costa del Sol in Richtung Costa Tropical. Rechts das Mittelmeer und links werden die Berge langsam immer größer. Weil ich erst mal zügig in die Alpujarras kommen will, nehme ich heute mal die Autobahn A-7 als Transitstrecke. Ich fahre vorbei an Nerja und Maro und verlasse den Bereich der Costa del Sol. Jetzt beginnt die Küste der Costa Tropical, also die tropische Küste Andalusiens. Hier fahre ich vorbei an La Herradura, an Almunecar und an Salobrena in Richtung Almeria. Kurz hinter Salobrena biege ich nach links ab in Richtung Granada. Mit erreichen der Costa Tropical bin ich auch in der Provinz Granada.

Mein erstes Ziel ist Lanjaron, wo das leckere Mineralwasser herkommt, was ich jeden Tag vor 20:00 Uhr trinke. Im Auto habe ich es sicherheitshalber auch immer dabei. Hier in Lanjaron soll es auch Thermalbäder geben. Der Ort ist zu meiner Verwunderung eine richtige Kleinstadt am Rande der Sierra Nevada. Zur Zeit wird die Stadt aber noch hübsch gemacht. Die Durchgangsstrasse ist komplett aufgerissen und wird neu erstellt. Vermutlich mit EU-Mitteln für den Aufbau Süd.

Während ich mir die Aktivitäten des einzigen Arbeiters ansehe, fällt mein Blick auf ein kleines nettes Kaffee. Da ich schon seit etwas mehr als einer Stunde unterwegs bin, gönne ich mir einen sehr leckeren Espresso. Tolle Jacken hatte der kleine Laden nebenan, aber für mich doch nicht das Richtige dabei. Also weiter ab in die Berge. Jein, erst einmal ging die Fahrt Richtung Orgiva, dass im Tal liegt. Also Berge kommen später. Von Orgiva habe ich gehört, es soll der letzte Zufluchtsort der allerletzten Hippies sein. Ein paar Gestalten mit leicht grauem Haar habe ich auch im Ort gesehen. Die könnten von den damaligen Hippies über geblieben sein. Der Ort selber ist auch recht groß, alt und modern zugleich. Die Kirche war zur Abwechslung mal auf, rein durfte ich aber trotzdem nicht, weil viele starke Männer dabei waren die Kirchenbänke rein zu tragen. Na denn nicht, also bummle ich mal rund um die Kirche. Heute am Samstag ist ein reges Treiben und lautes Erzählen in den vielen kleinen Gruppen der überall herumstehenden Einheimischen. Außer den vergessenen Spät-Hippies und mir scheinen keine Ausländer hier zu sein.

Las AlpujarrasJetzt ist dann auch Ende mit bummeln, ich will endlich in die Berge der Sierra Nevada, nach Pampaneira, Capileira und Bubinion. Die Strassen sind sehr gut und in den Orten sind reichlich spanische Touristen. In ein paar kleinen Geschäften werden regionale Erzeugnisse verkauft. Viel Porzellan mit sehr schöner Bemalung, Paella-Pfannen, viel Kleinkram und eine schöne Jacke. Na die gefällt mir richtig gut. So eine Art Anorak aus Stoff in verschiedenen soften Farben, die gut aufeinander abgestimmt sind. Innen Vlies, mit Kapuze, Reisverschluss und vorne Einstecktaschen für die Hände. Kurz über gezogen, passt. Nun der Preis, 50 Euro und ein Hinweis 30 % Rabatt. Super, die ist es. Daneben sehe ich einen richtig dicken Schal. Sieht aus wie aus Wolle, ist aus Wolle und die das Grün passt super zu „meiner“ neuen Jacke. Was sehe ich den da unten, hähä, Handschuhe ohne Finger, aber gefüttert. Die nehme ich auch noch mit. Schal soll 8 Euro kosten und die Handschuhe 7 Euro. Nach kurzer Verhandlung bekomme ich alles für 47 Euro. Na die Tour hat sich schon jetzt gelohnt.

Weiter durch die nächsten Dörfer, jedes für sich sehenswert. Der nächste Höhepunkt wartet auf mich im höchsten Dorf Andalusiens, wenn nicht sogar dem höchsten Dorf von Spanien, in Trevelez. Hier in 165o Metern Höhe bin ich den von hier aus sehr gut zu sehenden Schnee bedeckten Gipfeln der Sierra Nevada sehr nahe. Da hier einige Busse mit spanischen Gästen sind, ist hier auch ein bisschen Trubel. Egal, da ich in Capileira schon einwenig Hunger hatte, wird hier jetzt gegessen. Das erste Restaurant  was ich mir ausgesucht habe wird kurz vor mir von eine „Horde“ 30 bis 50 spanischer Damen im Alter um die 60 Jahre gestürmt. Also da gehe ich nicht rein.

Aber hundert Meter weiter ein kleines Restaurant, das gefällt. Unter der Decke hängen ungefähr 80 Schinken. Na hier wird’s wohl gut sein. Vorspeise natürlich Schinkenplatte. Die war reichlich, habe mir die Hälfte einpacken lassen, und super lecker. Danach Kaninchen mit spanischen Bratkartoffeln und Salat. Kaninchen schön würzig und die Bratkartoffeln auch würzig und nicht wie oft bei uns leicht angebrannt und fettig. Nein, die waren genau meine Vorstellung von Bratkartoffeln. Hinterher Espresso ist klar.

Die weiteren Orte auch schön und hoch und alles über super tolle neue und recht breite Strassen. Für den Rückweg hat mein freundlicher Reiseveranstalter sich eine größere Strasse ausgesucht. Ist ja auch sinnvoll nach soviel Sierra Nevada und Bergetappe. Also ich habe gedacht, zurück, da husche ich mal eben über die Bundesstrasse. Weit gefehlt, weil hier lag an vielen Stellen der halbe Berg auf der Strasse. Manchmal war das Hindernis mit Schildern rechtzeitig angezeigt und manchmal auch nicht. So hat sich die Rückfahrt aus den Alpujarras mit einsetzendem Regen doch etwas länger gezogen.  Egal, war ein super toller Tag mit wunderschönen Eindrücken

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