Baskenland Rundreise Tag 1: Bilbao

Liebe Leser,

Das Baskenland lud ein und ich bin der Einladung gefolgt. Vom Mittwoch, den 06.06.2012, bis zum Sonntag, den 10.06.2012, war ich mit 16 anderen Teilnehmern zu Gast in der fantastischen, spanischen Region Baskenland. Meine Reise startete bereits am Dienstagabend. Mit einer Zwischenübernachtung erreichte ich ca. 8.30 Uhr den Frankfurter Flughafen. Der Abflug war zwar erst für 11.30 Uhr geplant, aber auf unserem Programm stand, dass sich die Gruppe bereits um 9.30 zum gemeinsamen Check-In am Flughafen trifft. Und sicher ist sicher.

Als ich den Treffpunkt erreichte, warteten bereits schon einige Mitreisende am Treffpunkt. Wie Sie sich vorstellen können ist dieser Augenblick immer etwas aufregend.
Wie ist die Gruppe? Mit wem verbringe ich die nächsten Tage? Sind interessante Kontakte dabei? Sehr harmonisch! Mit tollen Leuten! Ja!
So heißen im Nachhinein die Antworten auf die Fragen, die ich mir in dem Moment gestellt habe.

Mit etwa 1-stündiger Verspätung hebte unsere Lufthansamaschine von der Frankfurter Startbahn ab in Richtung Nordspanien mit Zielflughafen Bilbao, eine der Städte, die Sie auch bei unseren Städtereisen in Spanien kennenlernen können.  Nach nur 2 Stunden in der Luft landeten wir auf dem Flughafen Bilbao. Das erste Highlight einer Reise nach Bilbao haben Sie bereits beim Landeanflug. Bei gutem Wetter sehen Sie aus der Luft den Golf von Biskaya. Sie sehen traumhafte Buchten und bezaubernde Strände, die sich wie Perlen aneinander reihen.

Vom Flughafen ging es direkt in Richtung Innenstadt. Vom Flughafen zur Stadt sind es nur 15 Minuten. Die Fahrt führt Sie durch eine hügelige, sehr grüne Landschaft. Bilbao selber ist umrundet von sanften Hügeln und erweckt dadurch immer etwas den Eindruck eines Dorfes an statt einer Großstadt. Auf dem direkten Weg in die Altstadt fuhren wir entlang des Ria de Bilbao. Die Fahrt führte einmal quer durch Bilbao und gab uns einen ersten tollen Eindruck dieser Stadt. Wenn Sie bedenken, dass Bilbao bis vor wenigen Jahren noch eine reine Industriestadt war und Sie dann diese Stadt sehen, die von moderner Architektur und einem fantastischen Stadtbild geprägt ist, können Sie Ihren eigenen Augen kaum glauben. Bilbao ist ein Ensemble von verrückten, modernen Gebäuden und historischen Bauten und Plätzen. All das eingehüllt in eine grüne Hügellandschaft wirkt Bilbao etwas unreal, aber auf jeden Fall atemberaubend.

In der Altstadt angekommen, gingen wir zum Plaza Nueva. In einer der vielen typischen Bars, stärkten wir uns in Form von Pintxos. Pintxos sind die baskische Version der in Spanien sehr verbreiteten Tapas. Diese werden meist mit einem Getränk eingenommen und werden – im Gegensatz zu den oft kostenlosen Tapas – separat bestellt und bezahlt. Sie sind aber auch aufwendiger zubereitet. Der Name leitet sich von dem Wort Pincho (deutsch: Spieß) ab, da viele Pintxos häufig mit kleinen Holzspießen zusammengehalten werden. Einer der bekanntesten baskischen Pintxos ist die sogenannte „Gilda“. Der Name basiert auf einem Film aus dem Jahr 1946. Rita Hayworth spielt in diesem Film die Figur „Gilda“. Dieser Film, der in Spanien zur Franco Zeit ein großer Skandal war, bietet das Novum, dass zum ersten Mal in der Filmgeschichte eine Frau einen Mann schlug. Während dieser Zeit kommentierte ein Gast den Pintxo wie folgt: „Er ist süß, salzig und ein bißchen pikant wie Gilda.“ Somit war der Name geboren. Der Pintxo besteht aus einer Olive, einer Anchovi und zwei Peperoni auf einem Holzspieß in Olivenöl gedippt und – Sie können es sich vorstellen – ist köstlich.

Der Stärkung durch Pintxos und etwas Wein folgte eine kurze Stadtbesichtigung in Bilbao. Diese Besichtigung bekräftigte noch einmal meinen durchweg verblüfften und sehr positiven Eindruck dieser Stadt. Die erste Hotelbesichtigung dieser Reise fand im Design Hotel Domine statt, einem 5* Hotel mit Blick auf das Guggenheim-Museum. Das Hotel lud uns dann erst mal ein, auf der Panorama Dachterrasse einen Kaffee zu trinken. Eine sehr willkommene Pause besonders wegen dem tollen Blick auf das Guggenheim Museum. Das Hotel an sich ist ein sehr modernes und gepflegtes Haus und bietet zusätzlich noch eine fantastische Lage. Die Zimmer sind in schwarz und rot Tönen eingerichtet und auch sehr modern.

Das Highlight des Tages war der Besuch im Guggenheim Museum, dem Wahrzeichen von Bilbao. Kein anderes Gebäude hatte so viel Einfluss auf die Entwicklung der Stadt, wie das 1997 von Frank O. Gehry fertiggestellte Museum.  Mit der Eröffnung kamen Besucher nach Bilbao und die Stadt entwickelte sich von einer Industriestadt zu einer Dienstleistungsmetropole. Heute spricht man weltweit vom „Bilbao-Effekt“ (auch: Guggenheim-Effekt), wenn es um die gezielte Aufwertung von Orten durch spektakuläre Bauten von Architekten geht. Die spektakuläre Architektur des Gebäudes sorgt dafür, dass es keinen logischen Weg durch das Museum gibt.  Sie müssen sich von Raum zu Raum treiben lassen. Auch bei unserem Städtepaket Bilbao ist das Guggenheim Museum bereits inklusive.

Nach diesem Highlight fuhren wir zu unserem Hotel für diese Nacht, dem 5*- Hotel Melia in Bilbao. Das Hotel bietet eine exzellente Lage direkt am Park und nahe den Museen Bellas Artes und dem Guggenheim, eine tolle und beeindruckende Lobby und wunderschön eingerichtete Zimmer mit Panorama Fenstern. Auch das Frühstücksbuffet war sehr gut und somit ist das Hotel sehr empfehlenswert.

Am Abend besuchten wir noch das Hotel Carlton, ein klassisches 5*- Hotel. Das Hotel ist sehr klassisch eingerichtet und versprüht den Charme der alten Grand Hotels vergangener Tage. Die Imperial Suite ist mit über 200m² absolut beeindruckend. Im Preis für diese Suite ist der Kellner und ein Koch schon gleich inklusive.

Das Abendessen nahmen wir dann im Freizeit- und Kulturzentrum Alhondigabilbao ein. Das Zentrum ist ein umgebautes Weinlager und bietet neben dem Restaurant Yandiola auch ein Fitnessstudio, eine Videothek und auch ein Schwimmbad. Von der Eingangshalle können Sie das Schwimmbad von unten sehen. Hin und wieder schwimmt also jemand hoch über Ihren Köpfen her.

Das Gourmet Menu am Abend im Restaurant hört sich schon fast so gut an, wie es geschmeckt hat:
1.    Gang:    Geräuchertes Sardinen Filet mit 2 Arten Carranzana Ziegenkäse
2.    Gang:    Ein Meeresfrüchte Risotto mit Muscheln
3.    Gang:    Kabeljau im Club Ranero Stil
4.    Gang:    Langsam geröstetes, knuspriges, entbeintes Spanferkel
5.    Gang:    Rote Beeren überbacken

Ein wahrhaft würdiger Abschluss eines langen 1. Tages im Baskenland.

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