Corona und die touristischen Lobbyisten in Berlin

Corona und die touristischen Lobbyisten in Berlin

Während ich unser neues Info-Tool Corona-News mit aktuellen Informationen fülle und ich mich noch intensiver mit dem Thema beschäftige, denke ich an die Politik in Berlin. Wie viele Mitbewohner in unserem schönen und sicheren Land, bin ich mit der Corona-Politik ziemlich zufrieden. Je mehr ich mich aber mit dem Corona-Thema in Spanien befasse, habe ich auch ein touristisches Auge auf das was die Politik bei uns macht.

Dass die Türkei erst das große Risikogebiet war und dann plötzlich wieder nicht, war schon bemerkenswert. Dass das Auswärtige Amt nun in der vergangenen Woche ganz Spanien, mit Ausnahme der Kanarischen Inseln zum Risikogebiet erklärt ist auch recht verwunderlich.

Der Tagesspiegel titelt am 28. April 2020: Jetzt bloß nicht den Lobbyisten nachgeben! Die Corona-Pandemie ist die vielleicht letzte Chance zum Umdenken beim Klimawandel.

Das renommierte Handelsblatt schreibt am 29. Mai 2020 Kritik an Staatshilfen – Wie einflussreiche Lobbyisten Strippen ziehen. Die Bundesregierung verteilt derzeit Staatsgelder in Rekordhöhe. Lobbyisten aus allen Branchen buhlen darum. Doch nicht jede Hilfe ist sinnvoll.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet am 01. Juni 2020: Die Stunde der Einflüsterer. Die Corona-Krise dient Lobbyisten doppelt als Begründung: Viele von ihnen fordern Geld vom Staat. Und mit Verweis auf die gefährliche Seuche bekämpfen sie unliebsame Vorhaben: beim Umweltschutz oder in der Steuer- und Agrarpolitik.

Zum richtigen Verständnis, Lobbyisten sind sicher ein wichtiger Bestandteil unserer Demokratie und viele werden davon ihren Nutzen haben. Was mich nur wundert ist, dass der WDR auf seiner Internetseite am 30.08.2020 berichtet: Spanien: Warum steigen die Corona-Zahlen so stark? Und besonders darauf hinweist: Auch die Kanarischen Inseln, die bisher als einzige spanische Region von der Einstufung als Risikogebiet verschont blieben, verzeichnen inzwischen 79,69 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner. Damit stehen die Inseln vor der Westküste Afrikas inzwischen schlechter da als viele spanische Gebiete, für die seit Mitte August die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt.

Das Auswärtige Amt schreibt, Stand 30.08.2020 – Unverändert gültig seit: 25.08.2020: Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Spanien mit Ausnahme der Kanarischen Inseln wird derzeit aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt.

Epidemiologische Lage

Spanien war und ist von COVID-19 stark betroffen. Regionale Infektionsherde gibt es insbesondere in den Autonomen Gemeinschaften Aragón, Galizien, Kantabrien, Kastilien und Léon, Kastilien-La Mancha, Katalonien, La Rioja, Melilla, Navarra, im Baskenland, in der Hauptstadtregion Madrid sowie auf den Balearen. Auf Mallorca ist insbesondere Palma de Mallorca betroffen.

Landesweit beträgt die Inzidenz mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb Spanien mit Ausnahme der Kanarischen Inseln zum Risikogebiet eingestuft wurde. Daraus resultiert ein kostenloser verpflichtender PCR-Test und ggf. eine Quarantäneverpflichtung bei Einreise nach Deutschland.

Auch auf den Kanarischen Inseln (Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera, El Hierro) sind die Infektionszahlen zuletzt angestiegen. Am stärksten betroffen ist dort gegenwärtig Gran Canaria.

Es bleibt abzuwarten, wie es mit Corona, Spanien und uns weiter geht.

Munter

Lothar Ehlers

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