Costa Blanca, Guardamar del Segura und Javea

Costa Blanca, Guardamar del Segura und Javea

Spanienreisebericht  7. Oktober bis 25.10.2017 mit Kai und Claudia

21.10. und 25.10.2017                   Paradoresrundreise Tag 15 bis Tag 19

Am 21. Oktober, ging es weiter Richtung Norden und Richtung Meer wo wir noch einigeentspannte Tage mit Schwimmen verbringen wollten. Unser Hotel in Guardamar del Segura lag in 2. Linie an einem weiten und flachen Sandstrand an der Costa Blanca. In 1. Linie fanden sich Ferienhäuser und Installationen zum Baden. Das 4 Sterne Hotel war sehr komfortabel eingerichtet, das Restaurant war top, das Frühstück ausreichend und vielfältig, und als Besonderheit wies das Hotel eine Dachterrasse mit Skybar auf, wo wir nur einmal kurz unsere neugierigen Blicke haben schweifen lassen, denn wir zogen ausgiebige Strandspaziergänge und das Baden im Meer vor.

Strand von Guardamal del Segura

Auch verfügt das Hotel über einen kleinen Swimmingpool auf der gegenüberliegenden Straßenseite, den wir aufgrund der Nähe des Meeres nicht nutzten. Ausgedehnte Spaziergänge führten uns in den Ortskern hinein, dieser etwa ein bis 2 km entfernt, zu kleinen ehemaligen Fischerhäuschen, die jetzt als Ferienhäuschen dienten, wo Informationsplakate angebracht sind über das Problem der Dünen und wie man diesen Dünen in den letzten hundert Jahren Einhalt gebot mit Bewuchs und Bebauung. Große Parks schließen sich an, und in der Gegend hat es auch Naturschutzgebiete. Verständlicherweise hatten viele Lokale und Restaurants am Meer bereits geschlossen. Wir fanden eine kleine Tapasbar in einer Seitenstraße, Rockys Bar, wo wir die Speisekarte voll mit Tapas hinauf und hinunter durchprobierten. Abends taten uns die Füße weh. Wir suchten noch einen Supermarkt auf und besorgten uns Empanadas und etwas Wein zum Ausklang des Tages auf dem Balkon.

Kakteen in Elche Huerta de Cura

Am nächsten Morgen, am 22. Oktober, unternahmen wir eine Rundfahrt durch die Gegend, kamen an Vogelschutzgebieten vorbei, die nur nach Voranmeldung zu besuchen waren (L’Alcudia) und besuchten schließlich Elche, wo wir in einem sehr schönen Parkhaus in der Fußgängerzone parkten und zunächst den Palmerar (kostenlos) besichtigten, der Aufschluss gibt über die Struktur der Landwirtschaft, über verschiedene Baumarten und über Bewässerungsanlagen, die von den Mauren aus Nordafrika eingeführt wurden (und wie ich sie auch aus Algerien und Marokko kenne).

Plameninfo Elche Huerta de Cura

Danach besuchten wir die Gartenanlage Huerta de Cura (5 € Eintritt), einen gut gepflegten botanischen Garten mit einem großen Verkaufsstand und einer riesigen 100-jährigen Palme. Schließlich wollten wir noch den archäologischen Park besuchen, der etwas außerhalb liegt und der mit dem Navi schwer zu finden war. Von der Stadt aus ist der Weg allerdings beschildert. Das Tor zum Park war verschlossen: sonntags seien nur Gruppen über 20 Personen nach Voranmeldung zugelassen. Komisch fanden wir, dass auf dem Parkgelände ein junger Mann mit seinem Geländemotorrad hin und her düste…

Santa Pola Salinenwanderweg

Den Nachmittag verbrachten wir in den Salinen von Santa Pola: wir parkten unser Auto am Rande des Neubaugebietes dort, wo der Salinenwanderweg beginnt, begaben uns zunächst zum Strand, zu einem gestrandeten Boot, zu einem Bunker und wanderten ein Stück den Wanderweg entlang, über die Flora und Fauna staunend, insbesondere über die zahlreichen Heuschrecken in den Büschen und auf dem Weg.

Flamingos im Santa Pola Salinen Naturschutzgebiet

 

 

Auf dem Rückweg durch die Salinen bewunderten wir noch den gut restaurierten Wachturm und sahen einige Flamingos aus der Ferne. Wir kehrten zum Hotel zurück, aßen feine Salate und viel zu viel davon zu Mittag, steckten unsere Füße in das Meer. Und kurz vor der Dämmerung unternahmen wir noch einen Ausflug zur Marina, nach El Pinet, und sahen dort Wasservögeln beim Abendschmaus zu.

 

Am nächsten Tag ging es dann weiter Richtung Javea, alles über die Landstraße N322 Richtung Alicante / Benidorm. Bei dem Anblick der Hochhäuser in der Gegend traf uns fast der Schlag, nur schnell weg hier aus dem Gewusel. Die Landschaft stellte sich als sehr abwechslungsreich dar, teilweise Küstenstraße, teilweise innerhalb, sehr viele Neubaugebiete, Ferienhäuser, die Hügel bis oben hin bestückt damit, sehr viele Immobilienmakler in den Orten.

L’Albarda Mittelmeergarten mit Pool

Bevor wir ins Hotel nach Javea / katalanisch Xàbia fuhren, machten wir einen kleinen Umweg zu den Albarda Gardens, mitten in einer noblen Urbanisation gelegen (Urb. La Sella, c/Baix, Vinalopó No. 8, Denia), die an einem mit Gärten und waldbewachsenen Hügel versteckt mitten zwischen wunderschönen Häusern liegen. Der Eingang durch ein schmiedeeisernes Tor weist zum Haus hin, dort wird der Eintritt kassiert von etwa 5 €, dort gibt es auch ein kleines Café und einen mehrsprachigen Plan, der durch die Gärten führt.

L’Albarda Mittelmeergarten

 

Hier konnten wir nur schauen und staunen über die wunderbare Kombination von Kunst und Gartenanlage, mit verschiedenen Themenbereichen, zudem ein großer Pool und ein klassizistisches Auditorium. Erinnerungen an englische Gärten kamen auf.

 

Der Parador de Jávea liegt direkt an der Costa Blanca

 

Dann die Fahrt zum Parador, der am Rande einer großen Sandbucht liegt und über einen mit Palmen, Pool und Blumenmeer bestückten Garten verfügt. Er liegt allerdings nicht direkt am Strand, sondern an einem Hafenkanal, wo man u. a. Boote mieten kann. Der Parador weist mit allen seinen Balkonen in Richtung auf die Bucht, sodass der volle Überblick gewährleistet ist. Alle Balkone weisen Markisen auf. Unser Zimmer war sehr geräumig. Nach dem Auspacken begaben wir uns ins Restaurant, um ein Parador-Menü zu genießen, und zwar wählten wir eine Paella für 2 Personen mit

Der Parador de Jávea verfügt über ein      modern eingerichtetes Restaurant

Fisch und als Vorspeise verschiedene Tomatenzubereitungen (Riesentomaten!), die zusammen mit einer Variation verschiedener Salzsorten kamen. Am Nachmittag und Abend spazierten wir einmal nach links und einmal nach rechts entlang der Küste, bis es nicht mehr weiter ging. Der Ort ist offensichtlich sehr beliebt bei Engländern, Schweizern und Deutschen, und es hat über 50 % Nicht-Spanier. Hier gibt es reihenweise Restaurants, Nightclubs und Bars, Cafés, Eis und Kuchen, Supermärkte, Immobilienmakler. Ein schmackhaftes und leichtes Abendessen nahmen wir abschließend im Restaurant Contrastes in Javea (Avda. Libertad) ein.

Jávea Wanderroute zu den Getreidemühlen

Am nächsten Morgen unternahmen wir eine kleine Wanderung zu den Windmühlen auf dem Hügel hinter dem Ort, genossen lange die Aussicht, fuhren dann zu einem Aussichtspunkt auf dem Kap Sant Antoni und lernten ein wenig den Naturpark Montgó kennen. Hier sind unbedingt feste Schuhe und Trinkwasser nötig, da es keine Bars, Cafés, Märkte oder Brunnen gibt. Ein Brunnen am Mirador führte kein Wasser. Kleine Parkplätze sind hier oben vorhanden.

Tapasrestaurant in Jávea Altstadt

 

 

Nach einem Rundgang durch die Altstadt von Javea mit Kirchenbesichtigung (Kirche San Bartolomé), Besuch der städtischen Markthalle und Durchstreifen der Gassen aßen wir in dem überdachten (italienischen) Tapasrestaurant Giulia zu Mittag. Vorsicht jedoch, es handelt sich hier zweifelsohne nicht um Tapas, sondern um sehr große Portionen!

 

Mit einem Besuch des Swimmingpools, des Strandes und mit einem Abendspaziergang am Meer entlang ließen wir den Tag ausklingen und bereiteten uns auf die Abreise am nächsten Tag vor, wo uns die Autobahn nach Valencia führte.

Hier endet unser Spanienurlaub mit dem Wissen, das wir wiederkommen.

Claudia L. und Kai-Uwe aus Köln

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