Der Onkel Reiseveranstalter hat gesagt: Andalusienurlaub

Der Onkel Reiseveranstalter hat gesagt: Andalusienurlaub

Hallo,
wir sind Konstantin und Magnus! Ich Konstantin bin 9 Jahre alt! Und ich, Magnus, bin 6 Jahre alt. Der Onkel von unserem Reiseveranstalter hat gesagt, wir sollen ´mal schreiben, wie es war. Papa hat bei „bisken“ geholfen.

Also: Wir waren gerade mit unseren Eltern in Almuñécar in Espana. Papa hat immer „Eviva Espana, die Sonne scheint bei Tag und Nacht“ gesungen, Mama sagte aber, es hieße Spanien. Spanien ist gut im Fußball, Autofahren und Tennis, außerdem ist es dort auch ziemlich warm. Deshalb sind wir dahin gefahren. Gute Idee und der Onkel vom Reisebüro hat uns wirklich persönlich beraten und zu diesem tollen Ort und Hotel geführt!

Die meisten Spanier essen viel Fisch und Eis, wahrscheinlich, weil es dort so warm ist. Als wir dort am Abend angekommen sind, ca. 19.00 Uhr, war es mit 22 Grad so warm, dass wir in unserer langen Hosen ganz schön geschwitzt haben.

Dann sind wir knapp eine Stunde von Malaga ins Hotel gefahren. Wir hatten ein tolles Hotel mit vielen Spiegeln, einem super Pool, der – so Mama – zu kalt sei.

Ich, Magnus, habe Papa gleich am ersten Tag in den Pool geschubst, danach ist er dann immer mitgekommen und wir waren mit Papa jeden Tag schwimmen. Komisch, was Mama sagt, so kalt war es nun auch wieder nicht. Mama war aber auch nicht im Meer.

Dabei gibt es in Almuñécar einen kleinen Sandstrand – sonst Kies – und wir waren an den letzten, superheißen Tagen auch immer im Meer. Cool!

In den vielen kleinen Geschäften in der tollen Altstadt mit unglaublich vielen verwirrenden Gassen, in denen man sich wunderbar verlaufen kann, dann aber doch immer irgendwie herausfindet, haben wir zwei Schwimmtiere – einen Orka und ein Krokodil gekauft, mit denen wir im Pool geschwommen sind.

In unserem Hotel – Aparthotel Albayzin del Mar – gab es einen tollen Service, alle waren sehr nett, die Wohnung war unglaublich groß und großzügig eingerichtet und wurde sogar jeden Tag aufgeräumt. Zuhause müssen wir das Aufräumen selbst machen. Wir haben Mama und Papa gesagt, dass wir das auch zuhause wollen.
Im Hotel haben Mama und Papa nur Frühstück gebucht, das war lecker, nach einer Woche aber etwas eintönig. Lecker war aber dieses unglaublich frische Obst.

Abendessen waren wir immer in den zahlreichen Restaurants in der Altstadt oder am Meer, wobei es in der Altstadt das Restaurant La Ventura gibt – tolle, sehr liebe- und stilvolle Küche – sagt Papa. Da waren wir öfter. Wir beide haben aber immer nur Nudeln und Pommes mit Ketchup oder Pizza gegessen. Obwohl unsere Eltern uns alles angeboten haben, machen wir da lieber keine Experimente. Unsere Eltern haben meistens Fisch gegessen. Vor dem Essen waren wir immer in einem Billardkaffee und haben Lufthockey gespielt.

Am Strand gibt ein tolles Fischrestaurant, den Namen haben wir vergessen. Es ist aber nicht zu verfehlen, weil der Kühlraum mit den Fischen ein Schaufenster hat.
Wir waren außerdem am Strand in einem Restaurant, in dem wir Pommes und Burger gegessen haben und ein Affe mit Tennisschläger an der Wand hing, cool.

Unsere Eltern sagen, dass die Spanier alle sehr nett und zuvorkommend waren, das sehen wir auch so. Die Preise waren im Vergleich zu Deutschland sehr günstig.

Papa sagt, dass man für das Geld, für das wir dort als Familie am Abend gegessen haben, in Deutschland nicht zum Essen ausgehen kann. Wir haben verdammt viel Eis bekommen. Ich, Magnus, habe in 10 Tagen mindestens 21 Eis gegessen. Einmal hatte ich sogar Bauchschmerzen.

Tagsüber haben wir immer was unternommen, ehe wir dann ab 14.00 Uhr am Pool oder Meer waren. Es gibt im Almunecar einen Vogelpark, ein Aquarium, eine alte Burg, eine Aussichtsplattform aufs Meer und vieles mehr – und wir sind immer zu Fuß gegangen. Wir konnten Tennisspielen und sind gar nicht dazugekommen unser Urlaubsgeld von 20 € auszugeben, weil Mama und Papa so großzügig waren. Sogar die Schwimmtiere haben sie bezahlt. Dafür kaufen wir uns jetzt in Deutschland Lego.

Vor Ostern in der Karwoche drehen die Spanier dann völlig ab, Karneval bei uns ist so ähnlich. Jeden Tag finden Prozessionen statt, in denen an das Leiden von Jesus erinnert wird. Dafür verkleiden sich die Spanier alle.

Am Ostersonntag knallen die dann wie wir Sylvester, die Kneipen sind jeden Abend voll, Ostereier suchen die auch nicht, irgendwie feiern die Ostern ganz anders. Und es ist lustig, wenn am Ostersonntag ab 09.00 Uhr morgens geböllert wird, als wenn „die Russen kommen“.

Am letzten Tag haben unsere Eltern dann festgestellt, dass es im Hotel auch deutsches Fernsehen gibt. Bis dahin haben wir überhaupt kein Fernsehen geguckt, egal. Hätten wir zwar gern, doch da waren Mama und Papa wohl etwas schusselig beim Fernseher ausprobieren.

Wir fahren wieder nach Almuñécar, aber nur, wenn Mama und Papa mitkommen. Vielleicht wollen sie dann auch ´mal ein Auto mieten und ´mal die Gegend erkunden. Uns hat die Stadt aber so viel geboten, dass wir nur fußläufig unterwegs waren. Und es ist cool, wenn man am Abend in kurzer Hose und mit Pullover am Meer spazieren kann.

Komisch ist für uns, dass die Spanier erst um 20.00 Uhr in die Stadt gehen, da sind wir schon wieder vom vielen Schwimmen müde gewesen. Jeder aber so, wie er will.

Papa sagt, dass jetzt Deutschland Weltmeister im Fußball wird! Wäre toll, wir würden dann erst recht wieder nach Almuñécar fahren …

Viel Spaß in Andalusien wünschen Euch

Konstantin und Magnus