Ein Andalusien-Spezialist entdeckt die Extremadura Tag 5

Auf  Wiedersehen, schöne  Extremadura

Sehr früh morgens starten wir unseren Tag in Trujillo mit einem sehr guten Frühstück. Obwohl es noch keine Frühstückszeit ist, haben uns die Hotelmitarbeiter das Buffet bereits aufgebaut, damit wir uns rechtzeitig und ohne Hunger auf den Nachhauseweg nach Deutschland machen können. Die Auswahl des Buffets ist groß und dadurch, dass wir die einzigen sind, die so früh aufstehen müssen, haben wir es ganz für uns allein. Frisch gepresste Säfte runden den Gesamteindruck ab.Extremadura Ausblick von einem Dorf im Tal von La Vera

Unser Fahrer Marco erwartet uns bereits mit dem Bus. Diesmal fahren wir von der Extremadura quer durch Kastilien-La Mancha bis nach Madrid. Wir haben heute 3 Stunden Transferzeit vor uns, welche uns von Lidia, unserer Begleiterin vom spanischen Fremdenverkehrsamt, mit einigen interessanten  Informationen verkürzt werden. Nun haben wir schon so viel gesehen und erlebt, dass wir alles gut aufnehmen und verstehen können.

Die Extremadura liegt im Südwesten von Spanien und grenzt im Westen an Portugal, Kastilien und Leon im Norden, Andalusien im Süden. Sie ist unterteilt in zwei Provinzen: Badajoz und Cáceres. Die Hauptstadt ist Merida, welche wir leider nicht besuchen konnten.
Die Gesamtfläche beträgt 41.602 km², auf der sich 1.073.904 Einwohner verteilen. Die Bevölkerungsdichte beträgt in der Extremadura nur 27 Personen pro km². Im Vergleich dazu: der nationale Durchschnitt in Spanien liegt bei 75 Personen und der europäische Durchschnitt bei 170 Personen pro km².Extremadura Losar de la Vera

Die Extremadura hat eines der besten und modernsten Straßennetze im Land, welches die gesamte Region vernetzt und eine Autobahn, welche alle wichtigen Städte drum herum verbindet.
Die Madrid-Lissabon Autobahn (A-5) durchkreuzt die Region von Ost nach West. Die Sevilla-Salamanca Autobahn (A-66) durchkreuzt von Norden nach Süden, verbunden mit der Extremadura Nord Autobahn.

Das Landschaftsbild wird geprägt von Bergketten. Die Sierra de Gredos im Norden, Montes de Toledo mittig der Extremadura und die Sierra Morena im Süden. Der höchste Punkt liegt bei 2.400 m, der niedrigste Punkt bei 130 m. Von Osten nach Westen kreuzt der Tagus und von Norden nach Süden der Guadiano die Extremadura. Beide Flüsse haben wichtige Hydraulik-Extremadura StauseeRessourcen seit der Römerzeit.

Die wirtschaftliche Hauptaktivität ist die Landwirtschaft, hier wird ca. 30%  der aktiven Bevölkerung beschäftigt. Oliven, Wein, Getreide, Früchte und Gemüse, Schweine, Schafe und Rinder  gehören zu den wichtigsten Exportgütern der Extremadura. Neben der Landwirtschaft gibt es noch Forstwirtschaft und Tourismus.

Die Extremadura bietet 7 Paradores, 28 Campingplätze, 7 Hotels mit SPA und mehrere hundert Landhäuser und Pensionen für den Tourismus. Die wichtigsten Städte Badajoz, Cáceres, Mérida und Plasencia bieten eine Reihe 3-5 Sterne Hotels an.Extremadura Ausblick im Jerte Tal

Die Extremadura ist ein Land mit großartigem Kontrast und Vielfältigkeit.  Das Klima ist mediterran mit atlantischem Einfluss. Sehr heiße Sommer und milde Winter. Das Resultat ist eine reiche Vielfalt an Naturlandschaften, mit einer Fülle von Seen und Flüssen. Täler und Berge sind in der Lage, faszinierende Ausblicke an jeder Straßenbiegung zu zeichnen.

Die hügeligen Weiden, welche die Landschaft dominieren, sind ein uraltes natürliches Ökosystem, wo Respekt für die Umwelt und die Nutzung der natürlichen Ressourcen Hand in Hand gehen.

Die Region Extremadura ist eines von Spaniens meisten unberührten Schätzen. Sie können tagelang durch diese Region reisen und nichts als spanisch hören.

Extremadura Störche in TrujilloAls wir in Madrid ankommen, drückt unser Marco uns alle noch einmal zum Abschied. Er ist ein sehr herzlicher Mensch und zeigt uns noch ein Foto von seinem kleinen Sohn, der ihn für die Zeit, die er uns begleitet hat, sehr vermisst hat. Der Stolz steht ihm ins Gesicht geschrieben.

Im Flughafen Madrid dürfen wir bis zu unserem Abflug noch die Spanair-Lounge besuchen. Es ist ein kleines Buffet aufgebaut mit Getränken und Knabberkram, wovon sich jeder bedienen darf. Zeitschriften und Tageszeitungen liegen aus, allerdings in Spanisch, und wir können es uns mit Blick auf das Rollfeld in den Loungesesseln gemütlich machen. Eine Reihe von PCs mit Internetanbindung stehen für jeden zugänglich bereit. In dieser Lounge vergeht das Warten auf das Boarding sehr schnell.

Uns erwartet leider wieder eine Maschine mit sehr engen Sitzabständen und der Flug ist sehr holperig, doch wir kommen gesund und munter in Frankfurt an. Da mein Anschlussflug nach Bremen erst 4 Stunden  später ab Frankfurt startet, habe ich noch eine sehr lange Wartezeit vor mir. Doch auf dem Frankfurter Flughafen wird es nicht langweilig.

Ich nutze die Gelegenheit, mir die Terminals anzusehen, mit dem Sky-Train zu fahren und in Ruhe in den vielen Geschäften zu stöbern. Ich bin sehr erstaunt, wie schnell die Zeit bis zu meinem Weiterflug mit Lufthansa in Richtung Norddeutschland vergeht.Extremadura Landschaftsbild

Für die kurze Strecke brauchen wir nicht lange und so bin ich in einer knappen Stunde schon in Bremen. Der Pilot der Lufthansa ist auch sehr gut gelaunt, denn sein Funkspruch zum Landen lautete: Eben noch am Internationalen Flughafen in Frankfurt sind wir nun in Bremen, der Landebahn mit Gastronomiebetrieb! Scherzkeks. Doch seine Flugfähigkeiten sind sehr gut und so legt er eine sanfte Landung hin. Nun ab nach Jever, wo Schlosser-Reisen schon auf mich wartet.

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