Grüß Gott von München nach Andalusien

Die Teilnahme an Reisemessen als Reiseveranstalter ist immer eine gute Gelegenheit mit den zukünftigen Kunden direkt in Kontakt zu kommen. So auch jetzt wieder auf der Reisemesse in München der f.r.e.e. vom 23. bis 27. Februar 2011.

Durch meine Heimat bedingt, mit meinem Wohnort im Norden der Republik, in Jever, werde ich als Preuße, in Landsprache: „Preiß“, in Bayern lediglich geduldet. Was nicht automatisch bedeutet, dass sich die dortigen Einheimischen auf ein Informationsgespräch über mögliche Urlaubsziele mit mir einlassen.

Diese Erfahrung habe ich bereits vor einigen Jahren gemacht und habe in dem Jahr eine sehr einsame Zeit an meinem Messestand verbracht. Nun denn, Erfahrungen sind dazu da um sie zu machen. Also habe ich meine Fähigkeit und weil es mir auch Spaß macht, zur nütze gemacht und die wesentlichen Vokabeln des bayrischen Sprachgebrauchs angewöhnt.

Die Kundenansprache mit einer freundlichen landestypischen Begrüßung: „Grüß Gott, megns a nach Andalusssin?“ hat schon erste Aufmerksamkeit bei den aus leichter Entfernung schauenden Besuchern gebracht. (Übersetzung: Guten Tag, möchten Sie auch nach Andalusien?)

Mit jedem Tag, den ich dann länger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung hatte, wuchs mein Sprachschatz und somit auch die Begeisterung meiner Gesprächspartner. Einige waren sogar richtig begeistert, dass der „Preiß“ fast bayrisch sprach.

Jetzt will ich nicht behaupten, dass ich perfekt bayrisch spreche, aber solche Schlüsselworte, wie zum Beispiel: ischo recht, schaun mer mal, des pascht scho, ischo schä – schä is scho,
die ich mit in die Beratung eingebaut habe, erhellte die Gesichter meiner Zuhörer.
(Übersetzung: ist in Ordnung, sehen wir mal, das ist so in Ordnung, ist schon schön – schön ist es schon)

Zusammenfassend kann ich resümieren, dass ich, dadurch dass ich mich bemüht habe, ansatzweise die Landessprache zu sprechen, offensichtlich von den Einheimischen als gutwilliger Preuße eingestuft wurde. Das hat mir die Möglichkeit gegeben, viele der freundlichen süddeutschen Mitmenschen beraten zu dürfen. Einige davon haben auch
schon die Gelegenheit genutzt und eine Reise nach Andalusien bei uns gebucht.

Also München – schä wars scho! Ffüa Gott alle mitanand, bis nächstes Jahr.

 

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