Jaen, die Paradores und der Beginn mit der Keramik

Der Spanien-Shop mit ausgewählten spanischen Produkten ist seit fast sechs Wochen im Netz. 

Die Welt wird bestimmt durch Zufälle, gute, sehr gute und andere. Uns kam mal wieder ein sehr guter Zufall zur Hilfe, um für unseren Spanien-Shop genau die richtige, wunderschöne und auch zweckmäßige Keramik zu finden. 

Wie hat denn eigentlich alles mit TITO und mit Schlosser-Reisen begonnen? Schöne Märchen begannen damals immer mit: Es war einmal, so könnte auch unser Märchen beginnen, denn wie es im Moment anfängt und sich entwickelt, könnte es zu einen Keramik-Märchen für uns werden. 

Firma Schlosser-Reisen als kleiner, innovativer Reiseveranstalter und ich als unruhiger Visionär, sind immer auf der Suche nach neuen, besonderen andalusischen Produkten und Angeboten. So auch im Mai 2010, als meine Frau und ich auf dem Weg von unserem Büro in Torrox-Costa in der Provinz Malaga nach Cazorla in der Provinz Jaen machten. Am frühen Montagmorgen fuhren wir los. Die Route ging vorbei an Nerja, La Herradura, Almunecar, Granada und der Stadt Jaen. 

Nach dreieinhalb Stunden waren wir in unserem Hotel in Cazorla. Unsere Termine bei dem Parador de Cazorla und einem besonderen Campingplatz hatte ich auf den nächsten Tag gelegt und somit hatten wir den Nachmittag frei. Deshalb beschließen wir, nach dem Einschecken und frisch machen, nach Ubeda zu fahren. 

Parador de Ubeda
Parador de Ubeda

Bis Ubeda ist es nicht weit, nur etwa 60 Kilometer. Vor vielen Jahren waren wir schon mal dort und wir haben in dem Parador de Ubeda residiert, denn nur wohnen ist in so einem geschichtsträchtigen Parador ein bisschen wenig. 

Ubeda ist Weltkulturerbe und eine wunderbare, alte und kulturreiche Stadt, die wir in sehr guter Erinnerung behalten haben. Mitten in der Altstadt ist unterirdisch ein Parkhaus am Plaza de Andalucia, wo wir unseren Wagen abstellen und unseren Spaziergang durch die Altstadt von Ubeda beginnen. Wir bummelten durch die Fußgängerzone, vorbei an unzähligen Monumenten und Kirchen der verschiedensten Epochen in Richtung Parador de Ubeda. 

Beim Parador angekommen, sind wir mit unseren Erinnerungen in den Licht durchfluteten Innenhof gegangen und waren gefühlt wieder hier und wären fast auf „unser“ Zimmer gegangen. 

Ubeda
Cafe in Ubeda

Wieder auf dem Platz vor dem Parador haben wir gegenüber in dem kleinen Straßenkaffee erst einmal einen Kaffee solo und ein Wasser getrunken. Anschließend haben wir die wunderschöne Grabeskapelle El Salvador besichtigt. 

Weiter ging der Stadtbummel über den Plaza de Vázquez Molina, durch den Palacio de las Cadenas, der als Ayuntamiento, als Rathaus genutzt wird. Nach dem durchschreiten des Innenhofes, der öffentlich zugängig ist, stehen wir auf dem Plaza de Ayuntamiento. Diese Plaza an sich ist wenig spektakulär. Wir gehen durch die milde Abendsonne über den Platz in Richtung Parkhaus. 

Plötzlich schwenkt meine Frau nach links, zu einem großen Haus, an dem Fahnen herunter hängen mit der großen Aufschrift TITO. Bei näherem hinsehen wird klar, das ist ein Keramik-Geschäft. 

Keramikmanufaktur TITO in Ubeda
Keramikmanufaktur TITO in Ubeda

Im Vorraum steht eine große Amphore, dekoriert mit verschiedener kleinerer Keramik. Weiter geht’s hinein und der Blick fällt direkt auf einen Mann der intensiv am Töpfern ist. 

Beim weiteren hinein gehen sehen wir ein Meer von bunten Keramikartikeln, die meine Frau total entzücken. Während ich die Gesamtheit auf mich wirken lasse und durch die Gänge schleiche, bis in den angrenzenden Hof, ist meine Frau damit beschäftigt erste Exponate zum Kauf bereit zu stellen. 

In mir reifte langsam der Gedanke, das hier könnte die Lösung für meinen Spanien-Shop hinsichtlich eines neuen, wunderbaren Produktes sein. In meinem verbesserungswürdigen Spanisch fragte ich den Mann an der Töpferscheibe, ob er auch an andere Händler verkauft. Das bejahte er und verwies darauf, dass sein Partner auch englisch spricht. 

Somit war der erste Schritt in Richtung einer neuen Zusammenarbeit getan. Während ich noch ganz angetan war von den möglichen Iden, die daraus entstehen können, hat meine Frau bereits zwei farbenfrohe kleine Schalen und zwei sehr hübsche Vasen ausgesucht. Als ich beim Bezahlen, den für mich doch recht günstigen Preis erfuhr, war ich erneut angenehm überrascht. 

So nun mit den Schätzen von Ubeda beladen, ging es zurück nach Cazorla, wo unser Hotel mit einem sehr leckeren, regionalen Abendessen auf uns wartete. Für den nächsten Tag war dann mal wieder Abeiten angesagt, mit dem Besuch des Parador de Cazorla und dem Campingplatz in der Region Cazorla.

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