Prähistorische Höhle und die Route der Sonne und der Avocados

Heute wieder Frühstück beim Bäcker, weil lecker. Anschließend gut gestärkt rein in den Mietwagen und ab in Richtung Malaga. Wenn ich es eilig hätte, könnte ich auf der Autobahn A 7 zum Ausgangspunkt meiner heutigen Route fahren. Da ich aber die Gegend und das Treiben in den Küstenorten, wie Algarobbo und Torre del Mar im Vorbeifahren sehen will, fahre ich gemütlich auf der Bundesstrasse MA-340. 

Als Start-Sehenswürdigkeit empfiehlt der Routenplan von Schlosser-Reisen mit der Höhle in Rincon de la Victoria zu beginnen. Der Ort Rincon de la Victoria zieht sich recht lang am Mittelmeer und fast hätte ich den nicht als Abfahrt zur Höhle ausgeschilderten Abzweig verpasst. Doch, da ich darauf vorbereitet war, konnte ich richtig abbiegen. Auch auf dem weiteren Weg durch die Siedlung die Höhle zu finden ist ohne Plan, ohne Ortskenntnisse oder gute Sprachkenntnisse kaum möglich. Wobei Sprachkenntnisse mir auch wenig geholfen hätten, da ich keine Menschen hier in der Siedlung gesehen habe.

Nun ich habe die Höhle gefunden und bin auch rechtzeitig zur ersten Führung um 11:00 h hier. Wir sind eine kleine Gruppe. ausser mir ist noch eine spanische Familie mit zwei kleinen Kindern dabei. Für mich erklärt die Reiseleitung die Höhle in Englisch.

Auf meinen Reisen habe ich ja schon viele Höhlen gesehen. Diese ist allerdings ganz anders und somit für mich besonders interessant. Nicht das ich ein Höhlenfreak bin und von eine Höhle zu anderen sause. Mich Interessiert aber, wie es an den unterschiedlichen Stellen der Welt unter der Erde aussieht. diese Höhle hat Ähnlichkeit mit der Höhle von Palma de Mallorca. Bloß dass man hier nicht mit dem Schiff durchfährt.

Was auffallend ist bei dieser Höhle, dass es hier nur wenige kleine Stalaktiten und keine Stalagmiten gibt. Die Reiseleitung sagte, dass liegt daran, weil es überwiegend Felsgestein ist und wenig Kalk.

 

 

Die Höhle „Cueva del Tesoro“ teilt sich in acht Bereiche auf:

  • 1. Saal der Jungfrau
  • 2. Saal des Marcus Crassus
  • 3. Bereich der Höhlenmalereien
  • 4. Saal des Adlers
  • 5. Labyrinthen-Galerie
  • 6. Heiligenstätte der Göttin Noctiluca
  • 7. Saal des Vulkans
  • 8. Saal der Seen

Die Höhle ist aus dem Meer entstanden und somit sind die Felsmassive ausgewaschen in abgeschliffen. Alles zusammen war es sehr sehenswert. Die ganze Führung dauerte 45 Minuten und war sehr interessant.

Nachdem ich den Tiefen der Höhle wieder entkommen war, der tiefste Saal ist 43 Meter tief und sehr warm, freue ich mich über die Sonnenstrahlen, die sich durch die Wolkendecke kämpfen. Auf dem Weg zu meinem nächsten Etappenziel, halte ich in Rincon de la Victoria und bummel etwas durch diese spanische Kleinstadt, die 11 Kilometer vor den Toren von Malaga liegt.

Weiter am Mittelmeer entlang bekomme ich langsam wieder Hunger. Am Strand sehe ich in einem kleinen Ort am Wegesrand einige Strandrestaurants. Kurz entschlossen halte ich an und schon sitze ich mit den Füssen im Sand. Die Dorade mit frischem Salat, Pellkartoffeln, Aioli und einer mir ungekannten, leckeren roten Soße aus Tomatenmark und  Olivenöl rundet das Ganze hervorragend ab. Vorweg gab es auch Aioli und reichlich Oliven. Dazu ein großes Wasser und hinterher einen Kaffee solo, klein und schwarz und mmh, so soll Kaffe schmecken. Alles zusammen für 15 Euro und richtig gut satt. 

Weiter auf meiner Route biege ich nach wenigen Kilometern nach rechts ab in Richtung Berge. Der Ort, der mich jetzt erwartet, soll nach meiner guten Reisebeschreibung im 18. Jahrhundert stehen geblieben sein. Die Anfahrt ist wie immer kurvig durch die Berge. Die Gegend ist allerdings eine Andere als die Tour gestern. Gefällt mir gut hier. Die Berge scheinen noch grüner zu sein. Auffallend sind überall auf den saftigen Wiesen die vielen gelben Butterblumen.

Entsprechend der Touranweisung parke ich wieder am Ortseingang und gehe zu Fuß hinein. Wirklich war, hier ist die Zeit echt stehen geblieben. Viele der Dörfer, die ich schon gesehen habe sind alt, aber hier bin ich im 18. Jahrhundert. Das Portal der großen Kirche ist auffallend aufwendig gestaltet. Leider ist diese Kirche, wie alle anderen Kirchen abgeschlossen. Gestern Abend habe ich nach Rückkehr von meiner Tour im Büro von Schlosser-Reisen in Torrox Costa noch danach erkundigt. Die freundliche spanische Dame hat mir in gutem Deutsch erklärt, dass vor ein paar Jahren von vielen Kirchen wertvolle Gegenstände gestohlen wurden. Seitdem sind die Kirchen nur noch während der Gottesdienste geöffnet. Was ich sehr schade finde.  

Der nächste Ort Iznate ist wieder neuzeitlich und recht modern. Besonders beeindruckend finde ich hier die schmalen Strassen durch den Ort. Die Steigung, oder das Gefälle ist enorm und raubt mir beim Aufstieg fast den Atem. Vereinzelt sehe ich in Nischen Kleinwagen parken. Wie die Bewohner, viele alte Menschen, wohl ihre Einkäufe in ihre Wohnungen bekommen. Ich hätte mit meinen Bier- und Wasserkisten ganz schön zu asten.

Weiter durch verschieden kleine unterschiedliche Orte zum Endpunkt nach Velez-Malaga. Die Hauptstadt der Axarquia liegt nahe dem Mittelmeer in unmittelbarer Nachbarschaft zu Torre del Mar. In dieser typischen spanischen Kleinstadt gibt es viele kleine Geschäfte, Restaurants und Bodegas. Hier habe ich meine Tour ausklingen lassen. Bin noch ein bisschen durch die Gassen gebummelt, bevor ich dann zurück in mein Appartement nach Laguna Beach gefahren bin. Nachdem ich nun meinen Tagesbericht geschrieben habe, werde ich noch einen Gang auf der Promenade machen und in eines der vielen Strandrestaurants einkehren.

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