Spanien plant Kundenkarte für Besucher

Vom 16.07.2012:
Das Spanische Fremdenverkehrsamt will zum nächsten Jahr eine eigene Kundenkarte auflegen. Die Karte, deren Name noch nicht feststeht, soll im deutschen Markt zusammen mit Payback aufgelegt werden und Gästen, die das Land bereisen, Vorteile einräumen, kündigt Manuel Butler, Generaldirektor von Turespaña, an.

Manuel Butler, der Generaldirektor von Spanien Tourismus

Um welche Vergünstigungen es sich dabei handelt und wo Gäste die Kundenkarte im Land einsetzen können, will der Chef des Fremdenverkehrsamts noch nicht verraten, sie sollen im Herbst folgen. Es sollen sowohl öffentliche als auch private Partner für die Zusammenarbeit gewonnen werden.

Mit weniger Geld mehr erreichen. Die Einführung der Karte ist Teil des neuen Tourismusplans, mit dessen Hilfe das Land laut Butler von Platz acht unter den weltweiten touristischen Zielen bis 2016 auf Platz vier oder fünf gelangen will. Dabei müssen die Spanier das Kunststück vollbringen, mit kleinerem Budget mehr zu erreichen. In diesem Jahr liegt der finanzielle Rahmen mit 438 Millionen Euro um 30 Prozent unter dem Vorjahr. Der gleiche Betrag wird für 2013 angesetzt, für 2014 sind 460 Millionen Euro geplant, für 2015 sind es 480 Millionen.

Strukturreform in Sicht. Auch die Struktur des Fremdenverkehrsamts und seiner Auslandsbüros wird auf den Prüfstand gestellt. Ob dies zu einer Ausdünnung der derzeit vier spanischen Vertretungen in Deutschland führen wird, lässt Butler offen. Vorantreiben will er das Engagement des privaten Sektors in dem bislang rein staatlich organisierten Fremdenverkehrsamt. Eine Arbeitsgruppe soll die Möglichkeiten für die Einbindung der Privatwirtschaft in die Entscheidungsstrukturen von Turespaña prüfen.

Überprüfung neuer Gesetze. Obwohl die spanische Regierung in touristischer Hinsicht bislang eher für negative Schlagzeilen sorgte – wie bei der Anhebung der Mehrwertsteuer und der Flughafengebühren – ist der Turespaña-Chef zuversichtlich, dass die Politik die Bedeutung des touristischen Sektors, der elf Prozent der Arbeitsplätze im Land ausmacht, erkannt hat. So solle künftig jede neue Gesetzgebung auch darauf überprüft werden, welche Auswirkungen sie auf das Reisegeschäft hat. Bisher sei man in bezug auf die Folgen von Gesetzesinitiativen auf den Sektor „nicht sehr sensibel eingestellt“ gewesen, erklärt Butler. Dies werde sich nun ändern.

Quelle: Newsletter www.travel-one.net

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