Tolle Eindrücke von der großen Nordspanien – Mietwagen – Rundreise

Tolle Eindrücke von der großen Nordspanien - Mietwagen - Rundreise

Sehr geehrte Damen und Herren von Schlosser-Reisen,

gerne schildern wir ihnen unsere tollen Eindrücke von der großen Nordspanien – Mietwagen – Rundreise:
Insgesamt waren wir sehr zufrieden, vor allem die mitgelieferten Unterlagen haben unsere Erwartungen weit übererfüllt. Somit war die Vorbereitung der täglichen Routen sehr einfach.
Absolutes Highlight in Bilbao sind natürlich das Guggenheim-Museum und die Schwebebrücke in Portugalette. Beides sehr gut per Metro erreichbar. Auch die im Innenhof gelegene Hotelbar sei als Highlight erwähnt.

In San Sebastian sei das Aquarium mit dem imposanten Walskelett und die Standseilbahn auf den Monte Igueldo mit einer herrlichen Rundumsicht erwähnt.

Der Dom von Pamplona ist im Gegensatz zu noch folgenden Kirchen relativ schlicht und „unverbastelt“ erhalten, was in der Rückschau echter wirkt als andere.

Am Dom in Burgos war am beeindruckendsten die 3 durchbrochenen Kuppeln, durch deren Fenster man den Himmel sehen kann. Der Hauptplatz ist abends sehr stimmungsvoll.
Kurze Abstecher nach Olmillos de Sasamon mit seinem pitoresken „Burghotel“ und Fromilla mit einer von außen rein romanischen Kirche lohnen durchaus.

Der Dom von Leon mit seinen maximal großen Fenstern lohnt allemal, obwohl der zur Schau gestellte Reichtum und die vielen Gitter schon etwas abstoßen. Sehr geärgert haben wir uns über die „Parkpolitik“ in Leon. Wir haben auf einem Parkplatz in der Nähe des Doms das Auto abgestellt. Als wir zurückkamen hatten wir ein Ticket drinnen, das nur am selben Tag mit € 9,50 zu begleichen war. Da aber alles nur spanisch geschrieben war, mussten wir das erst im Hotel erfragen. Nach dem Parkautomaten haben wir dann ca. 10 min. gesucht. Es gab für den ganzen Platz nur 1 Stück, relativ versteckt.

Am nächsten Tag sind wir nicht ihren Empfehlungen gefolgt, sondern in die Cueva de Valporquero gefahren. ABSOLUT SEHENSWERT, speziell für Nicht-Wanderer. Ich habe eine solche Menge und Vielfalt an Tropfsteinen in teilweise riesigen Sälen noch nicht gesehen. Nebenbei ist das Cafe am Parkplatz absolut empfehlenswert: € 12 für 3 Gänge inkl. Kaffee, Wein und Wasser, und das in sehr guter ( bodenständiger ) Qualität. Wenn man nicht spanisch kann ( so wie wir ) gibt es halt manchmal Überraschungen, aber man verreist ja, um neues zu erleben ;-). Nachmittags waren wir in Valencia de Don Juan, auf einer sehr netten kleinen Burgruine. Hier kann man sich wirklich vorstellen, was unter dem Hochland von Kastillien gemeint ist, vor allem im Gegensatz zur wilden Karstlandschaft vom Vormittag, wo es einen nicht wundern würde, wenn Winetou als nächster um die Ecke reitet. Der Dom von Astorga, der daneben liegende Gaudi-Palast und die alte Kirche dazwischen sind ein absolut beachtenswertes Ensemble. Wir kannten Gaudi-Werke schon aus Barcelona und Reus, aber der Palast ist soo aus dem Rahmen, da versteht man, daß kein Bischof je darin gewohnt hat, ich nehme mir die Arbeit ja auch nicht mit nach Hause.

Ponteferras Kreuzritterburg hat uns von der Größe der Anlage sehr beeindruckt.

Das absolute Highlight in Santiago de Compostella war das Hotel mit eigener Garage vor der Suite und Gratis-Shuttlebus in die Altstadt. Da die Schlange zum Eintritt in den Dom über 200m lang war, haben wir darauf verzichtet. Wenn man dafür was über hat, ist das Museum moderner Kunst sehenswert. Wir haben den Ausflug etwas ausgedehnt und in Ourense begonnen. Das Thermalbecken mitten in der Stadt, das gratis für die Öffentlichkeit zur Verfügung steht und gleich neben den römischen Ruinen liegt, ist eine Besonderheit. Im Dom hat uns erheitert, daß Johannes Paul II auf einem Bild eines Kapellenaltars zu erkennen war. Ausserdem war interessant, wieviel Kirche auf wie wenig Platz passt. Vigo hat wenig Eindruck hinterlassen.

Pontevedra hingegen hat uns mit seiner aussergewöhnlichen Schrägseilbrücke, einem schönen Hauptplatz mit einigen Kirchen und einer vermuteten Hochzeit, die wir dann nicht abgewartet haben ( nachdem wir 1 Stunde lang das Eintreffen von Gästen beobachtet haben, aber noch immer keine Braut da war ), beeindruckt. Die Suche nach dem längsten Getreidespeicher haben wir unterwegs aufgegeben, da wir an so vielen vorbeigekommen sind, daß wir uns gut vorstellen konnten, wie das in länger aussieht.

Wir sind gleich weiter nach Fisterra gefahren. In der Stadt und bis zum Leuchtturm war ein fürchterliches Verkehrschaos. Wenn man nicht den Jakobsweg beschritten hat, kann man darauf verzichten. In La Coruna waren wir beim Herkulesturm, allerdings war uns zum Hinaufgehen die Schlange zu lang. Das Aquarium hat uns wegen der fürchterlichen Tierhaltung ( keine Versteckmöglichkeiten, viel zu kleine Becken für die Anzahl der Tiere, immer wieder Tiere ( auch Fische ), wo schon der Laie die Verhaltensauffälligkeiten sieht, Robben und Seehunde fast ohne Bereich zum Herausgehen aus dem Wasser, …. DAS AQUARIUM GEHÖRT BOYKOTTIERT. Sehr gut haben wir im Fischrestaurant Atlantik direkt vis a vis des Domus.

In Oviedo gibt es am Hang 2 präromanische Kirchen. Leider sind auch diese überlaufen. Meine Tochter hat 1 Stunde auf den Einlass in die größere gewartet, die andere haben wir nur von aussen gesehen. Der Kongresspalast ist für Leute, die für moderne Architektur etwas über haben, sehenswert. Der Dom erschien uns nicht sehr eindrucksvoll.

 

 

 

Gijon wurde von uns wegen der Delfine, die einst im Aquarium gehalten wurden, ausgelassen. Wie haben dann versucht, einige Höhlen mit Malereien oder anderen Besonderheiten zu besuchen. allerdings: zumindestens in der Hauptsaison muß man da schon MEHRERE Tage bis zu 1-2 Wochen vorher übers Internet anmelden. Es war sowohl das Museum in Altamira, als auch die Höhle El Soplao ausgebucht ( El Soplao: um 12:00 Uhr bis 16:15 ausgebucht, und eine lange Schlange am Schalter. ). Cueva de Cufin: Montag und Dienstag geschlossen ( nur auf der Webseite in Spanisch angeschrieben ).

Comillas: Gaudis Erstlingswerk zeigt schon seinen typisch verspielten Stil. Auch die anderen Gebäude der Modernisme in Comillas sind sehenswert.

 

Santander empfing uns mit einem Verkehrschaos erster Güte rund ums Hotel. Nach 3 Runden hab ich dann in einer öffentlichen Garage endlich einen Platz fürs Auto gefunden. Leider war das Museum Moderner Kunst wegen Renovierung bis Ende 2017 geschlossen. Die Hafenrundfahrt war trotz Nieselregens und Wellenganges sehr nett. Sehenswert weil sehr anschaulich gestaltet ist das Archäologiemuseum. Meine 3 Damen waren von der Fußgängerzone auch sehr angetan.

Am letzten Transfertag zurück nach Bilbao haben wir noch in Ramales die Cueva Cullalvera besichtigt, alle anderen Höhlen waren für diesen Tag schon fast ausgebucht, oder nur mehr 1 oder 2 Plätze in den Führungen frei. In Castro-Urdinales haben wir noch die Kirche und die Burg ( nur von außen ) besichtigt. Besonders witzig fand ich, dass man in der Kirche die durch die Aufstockungen ( Umbau von romanisch auf gotisch ) entstandenen Statikfehler recht gut sehen kann. Die „Delle“ im Spitzbogen zum Beispiel ist vermutlich nicht beabsichtigt.

 

Da unser Rückflug erst am Abend war, hatten wir noch einen ganzen Tag Zeit, um den Norden Bilbaos an der Küste unsicher zu machen. Sie ist durchaus schroff und Badestrände muß man suchen, hat aber ihren landschaftlichen Reiz. Besonders Mundaka hat es uns nochmals angetan.

 

 

Ich habe versucht, Fotos auszusuchen, die ich noch in keinem Reiseführer gesehen habe.
Einen kleinen Hinweis hätte ich noch: es wäre stressfreier, wenn man bei einer Mietwagenrundreise besonders in den Innenstadthotels die Garage gleich mit gebucht haben kann. Das ist aber wirklich der einzige Punkt, den ich für Schlosser-Reisen noch zu bedenken hätte. Sollten wie wieder nach Spanien fahren, dann sehr gerne wieder mit Schlosser-Reisen.

Familie Sch. mit 4 Personen aus Andrä Wördern in Österreich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.