Unsere Reise nach Malaga – Andalusien

Am Morgen des 5. November haben wir uns aufgemacht von Jever in Richtung Andalusien mit dem Zielflughafen Malaga. Die Aussicht, dass uns an der Costa del Sol in Torrox-Costa warme, angenehme Temperaturen erwarten erfreut uns doch immer wieder aufs Neue. Bei unserer Abfahrt aus Jever war es 3 Grad kalt und frostiger Wind aus Osten. Bei unserer Ankunft in Hannover war es mit 6 Grad auch noch nicht viel wärmer.

Da unser Flug nach Malaga erst um 15:10 h startete, haben wir uns überlegt, dass wir am Flughafen schön in Ruhe zu Mittag essen. Bedingt durch den nahenden Anti-Atomtreck 2010 gegen den Castortransport und nicht wissend welcher eventuellen Behinderungen uns auf dem Weg nach Hannover erwarten, sind wir früher als sonst losgefarhen. Somit hatten wir in Hannover noch ausreichend Zeit für unser Mittagessen.

Das Angebot im Restaurant Möwenpick im Flughafen Hannover gefiehl uns sehr gut. Deshalb bugsierten wir unseren vollen Kofferwagen in das Restaurant. Im Restaurant waren viele Gäste, dennoch waren im Eingangsbereich noch ein paar Tische frei. Die uns begrüssende Bedienung teilte uns auch gleich einen Tisch zu. Die Aussicht hier essen zu dürfen knüpfte sie aber an die Bedingung, dass der volle Kofferwagen vor dem Restaurant stehen bleiben muss. Also haben wir unsere schweren Koffer und Taschen abgelagen und den leeren Kofferwagen vor das Restaurant gestellt.

Damit für eventuell an unserem Kofferwagen interessierte wissen, dass dieser von uns gemietet wurde, haben ich die Rückseite der Papiertischdeckchen mit folgendem Hinweis beschriftet:

Unser Wagen – Wir sind hier

Meine Frau sass mit Blickrichtung druch das grosse Fenster des Restaurantes auf den Kofferwagen. Zwischen unserem Tisch und “unserem” Wagen war nur noch ein weiterer Tisch. Während des Essens hat meine Frau immer mit einem Auge den Wagen bewacht. Das hat auch lange gut funktioniert. Bis, ja bis die Kellnerin mit der Rechnung kam. Einen klitzekeinen Moment war meine Frau abgelenkt und schon war der Kofferwagen verschwunden. Obwohl ich sofort aufgesprungen und aus dem Restaurant gestürmt bin, war weit und breit keiner mit einem leeren oder fast leeren Kofferwagen zu sehen.

Nun ist der entstandene Schaden von einem Euro ja noch zu ertragen, dennoch hätten wir diesen Kofferwagen genre weiter genutzt. Auch hier griff offensichtlich die alte Weisheit: “Gelegenheit macht Diebe”.

Nach knapp drei Stunden sind wir sehr sanft in Malaga gelandet. Hier erwarteten uns angenehme 20 Grad und obwahl bereits nach 18:00 Uhr setzte hier erst die Dämmerung ein.

Bevor wir mit unserem Taxi nach Torrox-Costa fahren konnten, mussten wir noch auf eine Frau aus Berlin und eine Frau aus Leipzig warten. Wie sich während der Taxifahrt herausstellte, waren die Damen Freundinnen und hatten gemeinsam einen Urlaub bei Schlosser-Reisen gebucht. Ihren Urlaub wollten sie an der Costa Tropical in Almunecar im Hotel Victoria Playa verbringen.

Beide Damen hatten die komplette Sternfahrt, eine Pauschalreise nach Andalusien inkl. 5 Ausflügen,  für zwei Wochen gebucht. Sie freuten sich schon sehr darauf, in den kommenden 14 Tagen die Sehenwürdigkeiten Andalusiens kennen zu lernen. Zuhause hatten sie sich bereits informiert, was sie in Granada, Sevilla, Cordoba, Ronda und Gibraltar erwartet.

Mit meinen regionalen Kenntnissen konnte ich ihnen noch ein paar Tipps für Almuñecar und Salobreña geben. Als besonders sehenswert habe ich ihnen die Altstadt von Almuñecar mit den vielen kleinen Gassen, Bodegas und landestypischen Geschäftchen empfohlen. Auch das neue, grosse Aquarium, der tropische Park mit den Ausgrabungen und die mächtige Burgruine sind sehr interessant.
Nach unserer Ankunft in Torrox-Costa, Laguna Beach in unserer Aerea Pueblo Amanecer, haben wir unsere Koffer abgestellt und sind direkt an die Promenade zum Essen gegange.

Das war dass ein richtig schöner Ausklang eines Reisetages. Auf der windgeschützten Terresasse des typischen spanischen Restaurantes “El Caribe” haben wir dann eine leckere Suppe aus echten Tomaten und einen Teller mit Seranoschinken und regionalem Ziegenkäse genossen.

Die “musikalische” Untermalung war das das Rauschen des nahen Mittelmmeeres.

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